Eine Garage im Gebäudekörper oder als freistehendes Objekt? Welche Lösung sollten Sie auswählen?

Jeder Bauherr, der der Herausforderung des Baus eines Eigenheims gegenübersteht, muss bereits während der Planungsphase die Entscheidung treffen, ob die Garage ein integraler Bestandteil des Hauses oder ein freistehendes Gebäude sein soll. Es gibt keine ideale Lösung, jede Möglichkeit hat ihre Vor- und Nachteile. Dieser Artikel erzählt eben über diese.

Eine Garage im Gebäudekörper – Vorteile

Eine Garage im Gebäudekörper erfreut sich aktuell großer Beliebtheit. Dieser Trend hat viele Vorteile und ist eine äußerst praktische Lösung. Ein großer Vorteil ist die Platzeinsparung auf dem Grundstück, was häufig das entscheidende Argument für die Eigentümer kleiner Flächen ist. Bei widrigem Wetter können wir auf komfortable Weise in das Auto gelangen. Zum vollständigen Komfort sollte das Garagentor zudem mit einer Öffnungsautomatik ausgestattet werden. Wenn wir uns dafür entscheiden, die Garage im Gebäudekörper anzulegen, können wir zudem mit einer Senkung der Baukosten rechnen – die Wände sind die gleichen, wie im Gebäude, die elektrische Installation kann einfacher verlegt werden. Eine Garage im Gebäudekörper stellt zudem einen zusätzlichen Hauseingang dar und wird nach der Eingangstür zum Haupteingangspunkt in das Haus. Die Wärme, die durch die Hauswände in die Garage gelangt, eliminiert die Notwendigkeit der Beheizung dieses Raums.

Eine Garage im Gebäudekörper – Nachteile

Wenn man sich für eine Garage im Gebäudekörper entscheidet, muss man sich jedoch auch der Nachteile bewusst sein, die eine solche Lösung mit sich bringt. Vor allem entsteht die Notwendigkeit der Anwendung einer Entwässerung. Das sich auf dem Fußboden sammelnde Wasser muss auf irgendeine Weise aus der Garage abgeführt werden. Ein weiterer Nachteil einer Garage im Gebäudekörper ist die Beschränkung der Nutzfläche des Hauses selbst. Es besteht zudem das Risiko, dass die Abgase des Fahrzeugs in das Haus gelangen. Um dieses Problem zu vermeiden, muss eine sehr gute Lüftung der Garage sichergestellt werden. Außerdem ist daran zu denken, dass die Verbindungstür zwischen Garage und Haus dicht schließt. Andernfalls kann die Wärme aus dem Haus abfließen.

Freistehende Garage – Vorteile

Eine freistehende Garage verringert nicht die Nutzfläche des Hauses. Der Lärm des Fahrzeugmotors stört die Ruhe der Hausbewohner nicht, die vom Fahrzeug erzeugten Abgase verschmutzen nicht die Luft im Wohnbereich. Ein solcher Raum muss zudem nicht zusätzlich beheizt werden. Bei einer freistehenden Garage kann zudem überlegt werden, ob deren Fläche nicht vergrößert werden kann, um auf diese Weise Platz für einen Werkstattraum oder Gartengeräte bzw. Sportgeräte zu schaffen, insbesondere dann, wenn das Haus nicht unterkellert ist und kein anderer Platz für deren Aufbewahrung vorgesehen wurde.

Freistehende Garage – Nachteile

Der größte Nachteil des Baus einer freistehenden Garage ist die Notwendigkeit der Erlangung einer Baugenehmigung. Dies betrifft Gebäude mit einer Fläche von mehr als 35 m2. Eine solche Lösung generiert zusätzliche Kosten im Zusammenhang mit dem Kauf eines Entwurfs und der Materialien, der Beschäftigung eines Bauleiters und einer Bau- und Ausbaubrigade. Es ist außerdem an die Notwendigkeit einer Entwässerung zu denken – Wasser und Schnee, die in die Garage gelangen, müssen irgendwie aus dieser abgeführt werden. Außerdem muss damit gerechnet werden, dass wir unabhängig vom Wetter den Weg von der Garage ins Haus irgendwie zurücklegen müssen, was insbesondere im Herbst- und Winterzeitraum unangenehm sein kann.